Die Bürgerversicherung kurz zusammengefasst

Nach aktuellen Umfragen möchten Zweidrittel (!) der deutschen Bevölkerung eine Bürgerversicherung, um die existierende Zweiklassenmedizin zu beseitigen. Schlichtweg: eine Frage der Gerechtigkeit. Deshalb will die SPD die Bürgerversicherung, es ist ihr eine Herzensangelegenheit!

Wer wird versichert?

  • Alle erstmals Versicherten
  • Dazu zählen auch Beamtinnen und Beamte sowie Selbständige.
  • Bisher Privatversicherte können wählen, ob sie in die Bürgerversicherung wechseln oder privat versichert bleiben.

Die Bürgerversicherung soll von den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und kann von den Privaten Krankenkassen (PKV) angeboten werden.

Die PKV können nach wie vor Zusatzversicherungen (z.B. für die Zahnbehandlung) anbieten.

Wonach werden die Versicherungsbeiträge berechnet?

  •  Nur nach dem Einkommen, nicht nach Alter, gewähltem Leistungspaket und Krankheitsstatus. Achtung: Die Beiträge zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte.
  • Auch Selbständige zahlen nur nach der Höhe ihres Einkommens.
  • Beamtinnen und Beamte bekommen in der Bürgerversicherung einen beihilfefähigen Tarif.
  • Beim Einkommen werden Miet-, Zins- und Kapitaleinkünfte nicht hinzugerechnet.

Wer profitiert von der Bürgerversicherung?

  • Privatversicherte, die hohe Beiträge bezahlen müssen und in der Bürgerversicherung weniger zahlen
  • Familien, deren Kinder in der Bürgerversicherung beitragsfrei sind
  • Selbständige mit geringem Einkommen, die heute mit hohen Mindestbeiträgen belastet sind.

Für wen wird es teurer?

Junge Versicherte, die derzeit Kunden der privaten Versicherung sind ( die aber die für sie anfänglich niedrigen Prämien mit hohen Prämien im Alter riskieren).

Hier finden Sie das ausführliche Informationspapier der SPD, wenn Sie mehr und detailliert über die Bürgerversicherung wissen wollen.